Erstes Herbst-Outfit

Ja, wir müssen uns damit abfinden: Der Herbst kommt auf jeden Fall, auch wenn es grad bei 26 Grad und herrlichem Sonnenschein nicht danach ausschaut.

Und damit ich gerüstet bin und dann nicht plötzlich ohne Klamotten dastehe, wenn er dann da ist (der Herbst), habe ich schon mal ein bisschen Herbstgarderobe genäht und gestrickt.

Diesmal habe ich mich in den Blau-Türkistönen aufgehalten und meine erste Ondée von Deer and Doo genäht. Das breite Bündchen ist von Seamwork-Astoria, also eine Liaison beider Shirtschnitte.

Ich mag diese Art Oberteile inzwischen sehr, sehr gerne und habe etliche genäht in den letzten Wochen. Zu kurzen weiten Röcken passt das einfach wunderbar, finde ich.

Der Rock ist eine gratis Bonusvariante, wenn man Seamwork-Member ist (bin ich).

Der Kordstoff ist ganz leicht elastisch und stark gecrasht, was ich durch bügeln etwas abmildern wollte. Es ist nicht komplett gelungen, den Stoff glatt zu bekommen, so sieht es nun aus, als wäre mein Bügeleisen grad außer Haus, aber so mag ich ihn nun gerne.

Hinten mit nahtverdecktem Reißverschluss, so war der Rock auch ziemlich leicht zu nähen und passte in Gr. 36 erst nach Auftrennen und Versetzen des Reißverschlusses um 2 cm nach Innen perfekt. Ich hätte gleich Gr. 34 nehmen sollen…

Dazu habe ich mir eine blaue Jacke gestrickt, Grundschnitt ist der von der roten Jacke nur diesmal mit langen Ärmeln und um 5 cm verlängert.

Die Wolle ist eine sehr gut abgelagerte Kone einer blauen Schurwoll- Baumwolle-Mischung. Gestrickt mit Strickmaschine. Am längsten dauert immer das Zusammennähen, da bin ich nämlich sehr penibel und steche wirklich in jede Masche einzeln.

Die Knöpfe sind aus Perlmutt, ein Ebay-Schnäppchen.

Ich mag mein neues Herbstoutfit und warte nun darauf, es endlich anziehen zu können.

Bald geht’ s ins Perigord, 2 wundervolle Wochen im Land meiner Träume Frankreich. Da nehme ich es mit und die passenden Türkisfarbenen Schuhe kann ich sogar zum Wandern anziehen.

Näht Ihr auch schon Herbstklamotten? Oder könnt Ihr Euch nicht vom Sommer lösen?

Ich denke ja sogar schon an Weihnachten und plane die Weihnachts-Stickdateien für den Shop. Oh, die werden fein 🙂

Seid lieb gegrüßt

Eure

Da bin ich wieder :-)

In den letzten Wochen habe ich immer wieder wehmütig an meinen Blog gedacht und an die lange Zeit der Ruhe, die hier herrschte. Und an die vielen anderen Blogs, in denen es entweder ganz ruhig geworden ist, oder die man gar nicht mehr findet, weil sie nicht mehr existieren. Das ist so schade, mir fehlt das bloggen und das Lesen in den anderen Blogs und deshalb habe ich mir nun vorgenommen, hier wieder öfter zu schreiben.

Weil ich aber nicht nur über den Stickbär, sondern eben auch darüber berichten möchte, was ich selbst so treibe bzw. gewerkelt habe, ist der Zeitpunkt geradezu perfekt. Ich habe nämlich nach einer ebenfalls recht langen Pause das Nähen neu entdeckt und nähe nun seit einigen Wochen nahezu täglich, fast so, als hätte ich einen völlig leeren Kleiderschrank, der nun gefüllt werden muss.

Dazu aber in einem weiteren Blogpost mehr. Heute zeige ich Euch das Resultat eines ebenfalls neu aufgeflammten Hobbys, nämlich meine neue Strickjacke.

Meine arme Strickmaschine, eine Brother KH 930, war so vernachlässigt und allein gelassen, unters Bett geschoben und ungeliebt. Nachdem ich aber zu meinem kurzen blauen Faltenrock absolut keine passende kurze! Strickjacke, die auch noch weder kratzt noch ausschließlich aus Polyester ist, finden wollte, habe ich diese kurzerhand selbst gestrickt.

Und da ich nach wie vor sehr ungeduldig bin und eine Jacke, mit der Hand gestrickt, wohl nach ca. 4 Jahren fertig wäre, habe ich die Strickmaschine unterm Bett hervorgeholt und aufgebaut.

Den Schnitt habe ich bei Ravelry gefunden, es ist der Cardigan “Crumb” von Andy Satterlund. Den Schnitt habe ich in meinem Designa Knit an mich angepasst, das Ajourmuster hatte meine Strickmaschine bereits eingespeichert.

Die traumhaft weiche Woll ist reines Babyalpaka von Fair-Alpaka, die jetzt aber Hansa-Farm heißen. Warum auch immer. Ich habe ganze 154 g gebraucht. Ein absolutes Leichtgewicht.

Die Muster links und rechts der Knopfleiste habe ich mit der Hand umgehängt, das war mir mit dem Lochmusterschlitten zu umständlich.

Meine Jacke ist genau so geworden, wie ich mir das vorgestellt hatte. Mein Mann hat zwar gefragt, ob die Wolle denn nicht gereicht hat, aber was wissen Männer schon von Mode 😉

Ich wollte sie so, kurz, dreiviertellange Ärmel, tiefer Ausschnitt. Und hier hat sich wieder gezeigt, wie super die Investition in mein Designa Knit 8 war . Das Nachmessen hat ergeben, dass sämtliche Maße meiner fertigen Jacke wirklich auf den Millimeter genau mit dem Schnitt übereinstimmen. So muss das sein!

Also, ich bin glücklich mit meiner Jacke und freue mich, ab heute nun wieder regelmäßig zu bloggen. Ich hoffe, das liest überhaupt jemand 😉

Liebe Grüße

Eure

 

Alles aus Alpaka

Seit meinem letzten Blogbeitrag sind nun schon ein paar Tage vergangen.

Inzwischen haben wir ein wunderbares Weihnachtsfest verlebt, gemütlich Silvester gefeiert und die Weihnachtsferien genossen, die in Bayern ja glücklicherweise immer bis zum 6.1. dauern.

Da blieb viel Zeit für lauter schöne Dinge wie ausschlafen, backen, nähen und natürlich stricken. Meine Strickmaschine und ich werden immer bessere Freunde und so habe ich mich nun an hochwertige kuscheligweiche Alpakawolle von Fairalpaka gewagt.

Diese Strickjacke war so ähnlich in der letzten Verena, die Lochmusterkante war da allerdings nicht.

Ich wollte sie aber unbedingt haben und habe mir die Mühe gemacht, Reihe für Reihe jedes Loch einzeln an der Maschine umzuhängen. Ich finde, das Ergebnis hat sich gelohnt und heraus kam dieses Leichtgewicht von nicht einmal 180 g in Gr. 34/36.

Könnte man nur über das www. vermitteln, wie weich etwas ist… Stellt Euch das Kuscheligste vor, was Ihr kennt und das Ganze x 100 🙂
Weil dieses Jäckchen aber nur Bolerogröße hat, ich aber so eine Frosthucke bin und außerdem noch jede Menge der gekauften 300g übrig war, habe ich eine Stola dazugestrickt. Mit selber Lochmusterborte, hier auch jede Reihe einzeln umgehängt. Das war schon recht aufwendig. Ich finde aber auch hier, dass es sich wirklich gelohnt hat. Die Stola ist so kuschelig und ich kann sie auch super als Schal um den Hals wickeln.

Und weil es so schön war, gab es noch passende Stulpen. Die waren ehrlich gesagt zuerst fertig, weil ich das Strickverhalten der Alpakawolle erst einmal an einem kleinen Projekt testen wollte.

Alles zusammen wiegt nun 300 g, bis auf einen klitzekleinen Rest habe ich das Wollpaket komplett verbraucht.

Auch aus Alpaka, hier aber einer Sockenwolle vom gleichen Anbieter habe ich diese Stulpen gestrickt. Die Borte ist nach einer Anleitung von Petra Danner gestrickt.

Die passenden Norwegersocken, ebenfalls Alpaka, sind in Arbeit, einer ist schon fertig, den zweiten muss ich noch vernähen. Die vielen einzelnen Fäden bei Norwegermustern schrecken mich ja gerne etwas ab, wenn nur nicht das Endergebnis immer so schööööön wäre…

Die Strickanleitung und das Muster sind auch von Petra Danner.

Oh, gestickt habe ich natürlich auch, aber das verrate ich noch nicht 🙂

Seid alle lieb gegrüßt

Eure

Aus meiner Strickmaschine gehüpft

In den letzten Wochen sitze ich weniger an meiner STICKmaschine als an der STRICKmaschine. Ich habe Euch letztens ja bereits darüber berichtet, dass ich das Teil nach vielen Jahren Pause vom Dachboden geholt habe.

Inzwischen habe ich die Empisal aber gegen eine Brother eingetauscht (ähm, mit ein wenig finanziellem Ausgleich) und habe nun auch den tollen KG-Elektrikschlitten.

Ich habe nun bereits unzählige Handstulpen gestrickt, weil die einfach perfekt zum Üben sind. Hier habe ich den Anschlag, die Muster, die Farbwechsel, das Abketten und bin dann auch recht schnell mit einer fertig.

Zum Beispiel diese hier aus kuschelweicher Alpakawolle:

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Diese sind ebenfalls aus Alpaka, mit etwas Seide, da hatte ich nur noch ein einziges Knäul:

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Ich kann auch noch andere Sachen, als Stulpen, wirklich… Ca. 4 Paar Söckchen habe ich gestrickt, da ich die aber alle bereits gerne und oft getragen habe, erspare ich Euch ein Foto.

Das hier wird eine Strickjacke, nach dem Vorbild der tollen bunten Kreationen von Sidsel Hoivik:

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Klar, da musste auch eine Stulpe her, aber ehrlich gesagt, war das ursprünglich die Maschenprobe, sie ist auch inzwischen nicht mehr brauchbar, weil ich den Beleg daran geübt habe.

Inzwischen fehlt nur noch ein Ärmel, dann gehts ans Fäden-vernähen (urgs…) und das Anstricken des Belegs. Da habe ich allerdings noch absolut keinen Plan…img_35561

Und weil mich dieser Beleg so gefrustet hat (der wollte beim Üben irgendwie nicht so klappen, wie ich mir das gedacht hatte), habe ich am Wochenende für den schnellen Erfolg noch dieses kuschelweiche Set aus Loop und, ja, was wohl: Handstulpen, gestickt.

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Der Loop schmiegt sich ganz eng an den Hals, ich kann ihn schön übers Kinn bis zur Nase ziehen und genauso sollte er auch werden. Diese lockeren luftigen Loops, die man allgemein so sieht, sehen zwar toll aus, aber sie taugen mir gar nichts, weil ich damit FRIERE.img_3704 Zur Auflockerung gab es einzelne Lochreihen und dazwischen immer mal 2 Linksreihen, das Nowegermuster habe ich mit hellblauer Merinowolle gestrickt.img_3705 img_3708 Ich werde mir dazu passend noch einen Pullunder stricken, mit einem wollweißen Unterziehpulli und den Stulpen sieht das bestimmt toll aus.img_3710 img_3711 Was bin ich froh, dass ich meine Strickmaschine wieder entdeckt habe, ich träume nachts schon davon… so viel Spaß macht mir das 🙂img_3714

Seid alle lieb gegrüßt

Eure

Unterschrift

Chaos im Nähzimmer

Seht Ihr dieses absolute Chaos in meinem Näh- und Stickzimmer?

Ich kann mich in meinem Kreativbereich kaum bewegen, geschweige denn irgend etwas darin tun.

Den Grund dafür seht Ihr ganz links in diesem Bild.

Suchbild: Wo ist das Mäuschen? Ähm… die Strickmaschine?

Ja, tatsächlich, es ist eine Strickmaschine. Sie ist nicht neu, ganz und gar nicht. Eher schon fast eine Oma, ich habe sie seit einigen Jahren, aber sie lag jetzt mindestens 8 Jahre gut verpackt auf unserem Dachboden.

Nun hatte ich aber letztes Wochenende die geniale Idee, sie doch mal wieder aufzubauen. Klar, Wolle braucht´s dafür auch, aber da ich ein Jäger und Sammler bin und nicht nur Stoffe horte, als würden alle Stoffgeschäfte auf absehbare Zeit für immer schließen, habe ich natürlich auch jede Menge Wolle.

Die war in unserem ganzen Haus verteilt. Eine große Kiste im Keller, ein Sack voll auf dem Dachboden, kleinere Kisten im Nähzimmer unter dem Nähmaschinentisch… Ein bunter Haufen, völlig unsortiert und chaotisch. Das habe ich erst einmal alles großzügig auf dem Boden verteilt.

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Das gute Stück – übrigens eine Empisal/Silverreed mit Lochkarten und Doppelbett – steht nun am einzigen freien Platz , den mein kleines Zimmer unter der Dachschräge noch bot.

Dafür ist sie aber gesäubert und frisch geölt und läuft wie geschmiert.img_3260 Das wichtige Zubehör wie Deckernadeln und solche Dinge habe ich ordentlich sortiert.img_3261 Der Schlitten glänzt wie neu.img_32601 Und die Gewichte stehen auch bereit für große Strickvorhaben.img_32612

Vor dem Probieren kam aber das Sortieren. Meine Wollvorräte sind nun sauber sortiert nach Einsatzgebieten.

Das ist die Häkelwolle, die kann nun vorerst weiter weg, ich werde  sie erst später wieder benötigen.img_3258 Aber dieser Karton bleibt schnell erreichbar. Das ist nämlich das ganze Garn, welches sich hervorragend auf der Strickmaschine verstricken lässt. Handnadelstärke maximal 3-3,5, weich und kuschelig.

Es ist fast alles Baby-Alpaka und Baby-Merino, reine Schafschurwolle kann ich leider beim besten Willen nicht an der Haut vertragen, Acryl kommt mir auch nicht an meinen Körper 🙂img_3259

Und dann habe ich gestrickt und gestrickt. Zum Üben fand ich Handstulpen super. Einfach gerade hochgestrickt, abgekettelt und zusammengenäht, noch mit kleiner Pikotkante versehen, fertig.

Ha, das klingt so leicht!

Alle meine etwa 15 Versuchsstulpen habe ich wieder aufgetrennt. Entweder ist mir mitten im Norwegermuster eine Masche gefallen und ich konnte sie nicht sauber hochhäkeln oder sie war zu eng, das Bündchen zu locker, der Faden riss…

Aber schließlich wird nichts ohne Üben und meine beiden einigermaßen vorzeigbaren Stulpen sind nun fertig.  img_3264 Bitte beachtet den nicht ganz korrekten Farbverlauf einfach nicht.

Lenkt Euren Blick lieber auf das leichte Zopfmuster im braunen Bereich, das man leider nur schwer erkennt.img_32647Die Maschen habe ich alle manuell umgehängt, es geht trotzdem viel schneller und einfacher als beim Handstricken, finde ich.img_32664Also ich bin echt stolz auf mein erstes Werk nach jahrelanger Strickmaschinen-Strick-Pause.

Und die Stulpen kommen so passend, heute früh musste ich das Eis von der Scheibe kratzen…img_3266

Ich freue mich schon auf´s Weiterstricken, in der letzten Anna waren süße bestickte Handstulpen, die mache ich als nächstes. Und dann wage ich mich mal an einen Pullover…

Bis später seid alle ganz herzlich gegrüßt

Eure

Unterschrift