Archiv für die Kategorie 'Nähen Deko'

tati

Teichromantik ;-)

Ein wunderschönes Wochenende liegt hinter mir. Am Samstag war ich in Fürth auf dem Stoffmarkt, bei herrlichstem Sonnenwetter. Meine Ausbeute war klein aber fein, selbst mein Mann meinte anerkennend:

“Du hast ja fast nichts gekauft !”

Ein paar Wachstuchstöffchen, ein kleines buntes (völlig überteuertes, aber wunderschönes) Tilda-Paket, ca. 20 verschiedene Webbänder und Häkelborten und 4 Omnigrid-Schneidlineale. Mittags waren wir im Parkrestaurant sehr lecker und gemütlich essen, 2 Freundinnen (huhu Elke und Ursel) waren mit und die liebe Griselda von “Machwerk”  und Heike “Annilu” haben sich dazugesellt.

Mädels, das war ein toller Tag am Stoffmarkt!

Dank der letzten entscheidenden Hinweise von Griselda und der ersten Halbzeit am Samstag (ach, die armen Bayern, das war echt traurig!) ist mein Geldbeutel nun auch fertig.

Sicher noch verbesserungswürdig, aber für das erste Teil bin ich echt zufrieden, habe auch bereits das vom Stoffmarkt übrige Geld und den Restkram eingeräumt und ihn sicher in meiner Handtasche verstaut.

Ein bisschen ausführlicher werde ich morgen im BERNINA-Blog darüber erzählen.

Der Sonntag war ein echter Draußen-Garten-und -Genießen-Tag. Wir haben alle Mahlzeiten auf der Terrasse eingenommen, saßen abends lange draußen und haben den Teich beobachtet. Ihr glaubt nicht, was es da alles zu sehen gibt, wenn man sich mucksmäuschenstill ans Ufer setzt und schaut.

Zum Beispiel eine Libellenhaut:

Das ist wirklich nur die Hülle, diese Libelle ist daraus geschlüpft:

Eine dicke Kröte, wir nennen sie liebevoll “Monsterbacke”, wohnt nun auch bei uns:

Habt Ihr eine Ahnung, wie man Frösche zum schweigen bringt?

Wir haben Plitsch und Platsch (so heißen sie), ja wirklich lieb, aber was die zur Zeit abziehen, ist der Horror.

Ich habe diese Nacht nicht einmal 4 Stunden geschlafen, unser Schlafzimmerfenster ist direkt über dem Teich. Die beiden jagen sich gegenseitig durchs Wasser und schreien sich dabei an, quaken kann man das nicht mehr nennen.

Sagte ich schon, dass seit heute morgen Funkstille herrscht? Klar, die ruhen sich aus, waren ja die ganze Nacht unterwegs…

Mein Mann meinte, er hätte gelesen, das dauert etwa 2 Wochen.

2 WOCHEN ???!!!

Bis dahin bin ich tot!

Alles Liebe

Eure erschöpfte

Tatjana

 Wenn man Anleitungen nur überfliegt, statt sie genau zu lesen, passieren Fehler, die einfach nur dumm sind und eigentlich nicht passieren dürften, jedenfalls nicht mir, die ich doch schon seit Jahren nähe.

Ich hatte Euch am Montag schon die ersten, noch sehr hoffnungsvollen Schritte im Fertigen meines ersten Geldbeutels nach Griseldas tollem Schnitt aufgezeigt.

Dann nahm das Unglück seinen Lauf.

Nachdem ich das zusammengenähte Innentaschenteil gewendet und an das äußere Taschenteil gesteppt hatte stellte ich fest, dass ich vergessen habe, die offene Naht zu schließen, das sollte beim Absteppen der Kanten mit dem Schmalkantfuss erledigt werden, stand groß und deutlich in der Anleitung.

Hmm, wozu hat man einen Freiarm an der Maschine? Das können wir auch später noch machen…

Frohen Mutes wagte ich mich an die Kartenfächer. Das war leicht, einfach 2 Stück Stoff rechts auf rechts verbinden und wenden, ein wenig verschieben, so dass eine farblich abgesetzte Kante entsteht.

Diese beiden Geldkartenfächer nähe ich nun am inneren Außenteil fest. Genau nach Markierung im Schnitt. So!

Na, das war ja wirklich leicht. Ich habe die abgesetzten Streifen übrigens beabsichtigt unterschiedlich dick gewählt. Und jetzt verstürze ich noch fix das äußere (Wachstuch-) mit dem inneren Außenteil und wende es. Ich steppe auch gleich noch schnell die beiden Kanten ab, schön gleichmäßig mit Schmalkantfuss.

Schaut doch gut aus…

Oder? Oh nein,das Klettband ist auf der falschen Seite, habe ich nicht aufgepasst? Das trenne ich fix auf und nähe es an die andere Seite, jetzt habe ich zwar innen eine Naht, aber es ist ja der erste Geldbeutel, da verzeihe ich mir das mal.

Ich steppe eine gerade Naht, um die Innenfächer abzuteilen, das gefällt mir schon richtig gut, mit stolzgeschwellter Brust betrachte ich mein gerettetes Werk.

Und da sehe ich es, ich habe nicht nur das Klettband, auch die Kartenfächer auf der falschen Seite, so bekomme ich da niemals eine Karte hinein. Und die offene Seite müsste auch genau gegenüber liegen. Wo war ich nur mit meinen Gedanken? Schon beim Abendfernsehfilm? Oder wo sonst? Jedenfalls ganz sicher nicht bei der Anleitung…

Beim Versuch, nun alles wieder aufzutrennen, schneide ich ein großes Loch in das Seitenteil, das Wachstuch hat nun viele unschöne kleine Einstichlöcher, die ich beim nächsten mal absteppen bestimmt nicht genau treffe. Beweisfotos erspare ich Euch jetzt. Es ist einfach zu deprimierend.

Wutentbrannt werfe ich alles zusammen mit Schwung in meinen Abfalleimer, es ist nun also ein TFT (Teil für die Tonne).

Das war jetzt also die Anleitung, wie man es NICHT machen sollte.

Da wir heute für die nächsten 4 Tage Besuch im Haus haben und dieser in meinem Näh- (und manchmal Gäste-zimmer) nächtigt, kann ich erst am Sonntag weiter machen, natürlich werde ich beim 2. Versuch ALLES richtig machen.

Und wie bereits gesagt, lasst Euch bloß nicht entmutigen, die Anleitung ist völlig in Ordnung, sehr detailiert und mit vielen guten Fotos. Lest sie Euch einfach genau beim Nähen durch, dann wird Euch nicht dasselbe passieren wie mir.

Bis nächste Woche verabschiede ich mich also und wünsche Euch einen schönen Feiertag und ein tolles Wochenende

Eure Tatjana

Ich fluche so vor mich hin, könnt Ihr es hören?

Und warum?

Weil Frau schnell zwischen Abendessen und gemütlichem Fernsehabend schnell noch ein wenig nähen will, soll ja voran gehen mit meinem Geldbeutel-Taschenset… Aber schnell-schnell geht eben nur selten gut. Manchmal wird es eher ein Disaster, so gestern Abend. Und das lag NICHT an der wirklich guten Anleitung, das sei hier deutlich bemerkt!

Aber der Reihe nach.

Alles fing wirklich gut an. Ich habe mich für mehrere Stoffe in einem Wasserblau-Seegrün entschieden, sogar einen passenden beschichteten Stoff für die Außenhaut der Geldbörse hatte ich, dadurch wird sie strapazierfähiger.

Das ist das Wachstuch, es ist ganz weich. Alle diese wundervollen Stoffe habe ich bei Anja gefunden.

Das schwierigste war dann erst einmal die Entscheidung, welchen Stoff ich für welches Schnittteil verwende.

Für die Außenhaut habe ich mich für das obere der beiden Wachstücher entschieden, innen habe ich einen Mix aus einfarbig hellgrün, türkis und bunt gemustert gewählt.

Zunächst habe ich nach Machwerks Anleitung alle benannten Teile mit einem festen Bügelvlies und teilweise zusätzlich mit H630 bebügelt. Wie fein, ich hatte ausnahmsweise mal alles griffbereit im Haus.

Die bebügelten Teile sollen nun eine Stunde ruhen, damit sie sich besser mit dem Stoff verbinden. Gut, in der Zeit war ich zu Abend essen.

Hmm, es hat lecker geschmeckt, Zucchininudeln mit Parmesan…

Frisch gestärkt wollte ich nun, wie Eingangs erwähnt, noch ein bisschen nähen, bevor ein gemütlicher Fernsehabend mit Sophie Marceau (“LOL”) beginnt. Kennt Ihr den Film? Der spricht mir im Moment aus der Seele, mein Sohn ist derzeit genauso ein “Pubertier”, wie die Jugend in dem Film… mit allen Höhen und Tiefen…

Aber weiter mit dem Geldbeutel:

Das ging noch (fast)  ganz gut, die beiden Seitenteile zugeschnitten, alles noch einmal zugeschnitten, weil ich überlesen habe, dass hier die Nahtzugabe ausnahmsweise 1,5 cm sein soll. Die ersten beiden zu kleinen Teile mit Schwung in die Restekiste befördert.

Das ganze umgebügelt und schmalkantig abgesteppt mit dem Schmalkantfuss…

…und an das Innentaschenteil genäht.

Das Ganze habe ich verstürzt und eine Öffnung zum Wenden gelassen.

Bis dahin war es wie gesagt alles noch ganz easy.

Übermorgen berichte ich weiter und werde Euch genau auf meine selbst-verbockten Fehler hinweisen, so werdet Ihr sie bestimmt nicht wiederholen, wenn Ihr den Geldbeutel näht.

Herzliche Grüße

Eure Tatjana

 

tati

So viele Leckereien

Ich wollte Euch natürlich nicht vorenthalten, was alle meine lieben Probestickerinnen aus der neuen Stickdatei gezaubert haben.

Glaubt mir, beim Betrachten all der schönen Beispielfotos läuft mir das Wasser im Munde zusammen.

Antonie, die die Idee zu dieser Stickdatei hatte und mir die Zeichnungen zur Verfügung stellte, hat einen Traum in Pastell gestickt.

Von der lieben Lotta aus Schweden habe ich diese süßen Leckereien bekommen:

Cornelia von der Zwergenwelt war sehr fleißig, sie hat eine ganze Konditorei gestickt ;-)

Caterina von Comtesse Popess hat sogar schon ein paar Törtchen verspeist,wohl bekomm`s ;-)

Und Angela aus der Teddywelt hat bis in die Nacht gestickt und mir heute morgen diese wunderbaren Fotos geschickt.

Danke Euch allen, meine fleißigen Helfer, was wäre ich ohne Euch???

Die Datei gibt es ab heute im Stickbär-Shop.

Lasst es Euch schmecken ;-)

Eure Tatjana

Ich habe die Zeit in den Osterferien genutzt um ein paar lange geplante Dinge zu nähen und ein paar für mich neue Techniken und Materialkombinationen auszuprobieren.

Zum Beispiel wollte ich schon lange Applikationen mit Wollfilz nähen. Ihr hört richtig: NÄHEN, ich habe die Applikationen ausnahmsweise mal nicht gestickt, die Stickmaschine durfte ruhen.

Dazu habe ich lange und gut gelagerte Rosenstoffe verwendet, richtige kleine Schätzchen sind das inzwischen.

Zunächst habe ich sie in Streifen zusammengenäht und mit einem Tischdeckenvlies hinterbügelt. das gab die nötige Stabilität für das anschließende Sticken der Zierstiche. Diese habe ich mit 12er Wollstickgarn genäht, die Zierstiche sind alle in meiner BERNINA 830, ich habe die Stichlänge stark vergrößert und auch die Breite auf die maximale Größe eingestellt.

Die Zierstiche wirken richtig schön altmodisch durch das dicke Wollstickgarn, übrigens Brildor…

Dann habe ich Blütenblätter und Kreise auf Vlisofix gemalt, es auf Wollfilz gebügelt und sauber ausgeschnitten. Das hinterlegte Wollfilz habe ich dann auf meine vorbereitete Kissenplatte gebügelt und nun, ebenfalls mit Wollstickgarn, mit einem Languettenstich appliziert.

Beim Nähen mit Wollstickgarn ist es wichtig, ganz langsam zu nähen und vor allem eine geeignete Nadel zu verwenden, ich habe eine Topstitchnadel gewählt. Außerdem sollte die Oberfadenspannung um mindestens 1/3 geruziert werden.

Den Wollfilz habe ich aus dem Herzquiltershop, der Wollfilz hat eine super Qualität und es gibt ihn da in vielen schönen Farben.

Mit einem selbstlöschenden Stift habe ich Kringel aufgemalt und dann mit groß eingestelltem Geradstich und Wollstickgarn genäht.

Jetzt nur noch eine in Stoff eingefasste Kordel als Paspel annähen, ich liebe solche Paspeln, sie geben der Kissenhülle viel Stand.

Ich mag diese Hotelverschlüsse an Kissen nicht mehr und viel einfacher und schneller finde ich es auch, einen Reißverschluss einzunähen. Ich nehme Meterware, die habe ich immer in passenden Farben da. (Nur der Zipper war nicht mehr in Creme vorhanden, da musste ein Roter herhalten…)

Zu meinem vor Jahren genähten Quilt (das war mein allererster…) passt das Kissen nun auch noch.

Und ich gehe jetzt mal in mein Näzimmer und sticke, die Ruhepause für die Stickmaschine ist vorbei und ich tüftele an neuen Dateien für Euch.

Alles Liebe

Eure Tatjana

tati

Markttag-Tasche

Jeden Freitag ist in unserer Hauptgemeinde Markttag. Da die Dichte an Lebensmittelgeschäften in unserer sehr ländlichen Gegend nicht besonders groß ist, nutze ich den Markttag immer sehr gerne, um für uns frisches Obst und Gemüse, Käse vom Ziegenbauern, frische Eier, Schinken und duftendes Brot vom Bauern zu kaufen. Das ist alles sehr lecker und ich kann meine Körbe kaum tragen, so groß ist die Auswahl.

Gerne vermeide ich es, alles extra einpacken zu lassen und besonders Obst und Gemüse lege ich gerne unverpackt in meine Tasche. Selbige ist dann natürlich schnell etwas erdig, denn so eine “echte” Karotte vom Feld hat halt manchmal auch noch ein paar Erdkrumen anhaften. Meine Stoffkörbe sahen also entsprechend “schmutzg” aus.

Not macht erfinderisch und da ich eh noch einen wirklich tollen Wachstuchstoff vom Stoffekontor im Schrank liegen hatte habe ich mir eine neue Tasche genäht. Das ging ganz einfach.

Vielleicht möchtet Ihr sie nacharbeiten. Ihr benötigt dazu

  • verschiedene gleichbreite Stoffstreifen, am besten schneidet Ihr sie mit dem Rollschneider,
  • ausreichend Volumenvlies,ich nehme gerne das zum Aufbügeln
  • ausreichend Stoff für das Futter, ich habe oben erwähntes Wachstuch verwendet,
  • 2 fertige Taschengriffe (das macht das ganze noch einfacher),
  • natürlich Nähgarn, zusätzlich Stickgarn für die Zierstiche

Die wunderbaren, zauberhaften Rosenstoffe sind aus der Rosenserie “Darla” und kaum mehr zu bekommen, aber im Stoffekontor gibt es noch einige, schaut mal hier.

Die Streifen nähe ich zunächst so aneinander, wie auf dem Foto zu sehen, so dass ich einen neuen Stoff erhalte, dieser ist ca. 75 x 50 cm groß.

Ich hinterbügele das Stück mit dem Volumenvlies.

Jetzt steppe ich das gepatchte Stoffstück mit immer gleichem Abstand in Streifen ab, dazu verwende ich ein Kantenlineal.

Genau in den Nahtlinien verziere ich das Stoffstück noch mit vielen verschiedenen Zierstichen.

Jetzt schneide ich 2 weitere Stoffstreifen zu und hinterbügele sie mit Volumenvlies. Die Maße des Streifens rechnet Ihre ganz einfach aus, indem Ihr die Länge des gepatchten Stoffstreifens ermittelt, die Zahl halbiert und die Hälfte der gewünschten Streifenbreite (und somit Taschendicke) abzieht.

Beispiel: Der fertig gesteppte Stoff ist 70 cm lang. die Hälfte ist 35, ich möchte, dass die Tasche ca. 10 cm tief ist, also ziehe ich 5 cm (die Hälfte von 10) von den 35 cm ab.

Mein Taschenstreifen für die Seitenteile muss nun also 30 cm lang sein und 10 cm breit. Ich nähe den mit Volumenvlies hinterbügelten Streifen zunächst am Taschenboden an, schneide die Nahtzugaben ein, klappe die Streifen jeweils zu den Taschenteilen hoch und nähe es fest, so dass sich die Taschenform ergibt.

Meine kleine schnelle Skizze verdeutlicht es etwas. Es ist immer besser, die Seitenstreifen ein wenig länger zuzuschneiden, falls ihr nicht ganz exakt gemessen habt, könnt ihr es hinterher immer noch abschneiden. Nur zu kurz ist nicht gut ;-)

Wenn es jetzt etwa ausschaut, habt Ihr alles richtig gemacht ;-)

Das Innenfutter nähe ich genauso wie die Außentasche, jedoch aus einem Stück und aus Wachstuch. Ich schiebe das Futter in die Tasche und stecke ringsherum alles an der offen Kante zusammen.

Die Kante fasse ich mit Schrägband ein.

Die fertigen Taschenhenkel nähe ich nun an gewünschter Stelle fest (nachdem ich mich mehrmals heftig bei dem Versuch, das mit Nadel und Faden auf dem Sofa zu erledigen in den Finger gestochen habe, habe ich das kurzerhand mit dem Schmalkantfuss und einer Ledernadel mit der Nähmaschine erledigt.)

Noch eine große Blüte als Verzierung angebracht und der nächste Markteinkauf kann kommen.

Ach, heute ist ja Freitag, also schnell Tschüss sagen und ab zum Markt :-)

Liebe Grüße und ein tolles Wochenende wünscht Euch

Eure

Heute gibt es nicht viel Neues zu berichten, ich sitze (mal wieder) an (m)einer neuen Stickdatei, ich bin schon ganz hibbelig, weil ich selbst so begeistert davon bin und werde deshalb morgen auch eine kleine neue Raterunde starten, so dass Ihr alle miträtseln könnt, was es ist.

Und weil es jetzt draußen so schön sonnig ist und auch recht warm (gestern mittag habe ich das erste mal heuer auf der Terrasse gesessen und meinen Kaffee geschlürft…) habe ich mir einen Türkranz gebastelt.

Das einzige gekaufte an diesem Kranz sind die grünen Holzblümchen und das Rebenherz.

Das kleine Blümchenherz habe ich aus dieser Stickdatei.

Und Chlothilde kennt Ihr ja schon, die gibt es hier.

Sieht das nicht richtig altmodisch aus? Ich habe mal ein bisschen in meiner Fotosoftware gespielt und plötzlich war es Schwarzweiß… Jaja, wahrscheinlich kennen das außer mir mal wieder alle, ich hatte dieses Knöpfchen bisher nicht entdeckt…

Habt alle einen TOLLEN, SONNIGEN, ERFOLGREICHEN Tag.

Bis morgen allerliebste Grüße

Eure

Paul hatte erstaunlicherweise eine Stunde Ausfall und stand plötzlich vor der Tür, also musste er, da das Mittagessen eh noch nicht fertig war, mal fix ein paar Fotos machen.

Ignoriert bitte, dass ich teilweise etwas böse gucke, das sieht nur so aus, ich bin natürlich gut gestimmt, aber der Schnee hat geblendet, auf dem Herd stand das Gyros und es war bitterkalt ;-)

Aber versprochen ist versprochen…

Beim nächsten Rock mache ich die Armausschnitte etwas enger.

Ich finde auch das Bündchen zu breit, etwa die Hälfte langt sicher.

Und meint Ihr, das ist zu kurz? Irgendwie ist es glaube ich, gestern im Wäschetrockner doch ganz leicht eingelaufen. Oder ich bin gewachsen? Grübel…

Aber gemütlich ist es, super bequem und wie gesagt schön warm um die Hüften. Mein neues Hauskleid…

Liebe Grüße

Eure Tati

tati

Und jetzt wird es Ernst…

Zunächst aber erst einmal ganz lieben Dank für alle Euren lieben Kommentare und Emails gestern, habt Ihr Euch also doch gefreut und das Freebie hat Euch gefallen. Und ich habe mich wirklich sehr, sehr über das liebe Feedback gefreut:-)

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Und so moralisch gestärkt habe ich nun heute mein Stiefelprojekt fortgeführt.

Das Muster habe ich auf ein Restchen Leder gestickt, das in etwa wie das Leder der Stiefel war.

Ich habe ein Stickvlies zum Wegreißen verwendet, schwarzen Stickunterfaden, eine 90er Jeansnadel (in Ermangelung einer Ledernadel, die wäre natürlich perfekt gewesen) und 40er Polyesterfaden. Von meinem ursprünglichen Plan, mit 30er Cotton zu sticken, bin ich dann jedoch abgewichen, weil es doch schnell reißt und zudem nicht sehr strapazierfähig ist, was mir bei diesen Stiefeln jedoch wichtig erscheint.

So richtig überzeugt war ich vom Ergebnis jedoch nicht, die Satinstiche waren zu locker, das Muster insgesamt zu unruhig.

Ich habe Teile des Musters entfernt und die Satinstiche dichter gemacht. Da ich nun kein Leder zum Üben mehr hatte, habe ich mich an die Stiefel gewagt.

Wie heißt es so schön? “Wer nicht wagt, der nicht gewinnt?” Oder so ähnlich…

Ich habe ein schwarzes Stickvlies zum Wegschneiden in den Stickrahmen gespannt und es ganz dick mit Sprühkleber eingesprüht. Darauf habe ich den Stiefelschaft geklebt. Das hat wirklich gut gehalten.

Nun kam die erste Hürde, nämlich den Rahmen samt Stiefel unter der Nadel hindurch in die Stickeinheit einrasten zu lassen.

Wie Ihr seht, habe ich es geschafft…

Der Stiefelschuh ruht auf der Stickeinheit und kann so jede Bewegung locker mitmachen, ohne dass ich ihn halten muss.

Bei den ersten Stichen habe ich das Schaftleder aber doch etwas mit den Fingern fixiert, obwohl der Spühkleber es super gehalten hat. Und jeden Stich beim anschließenden gaaaaanz laaaaangsam Sticken argwöhnisch beäugt.

Und ob es etwas geworden ist, alle Stiche halten und vor allem beide Stiefel symmetrisch bestickt sind, verrate ich ein andermal.

Und bis dahin ganz liebe Grüße

Eure Tatjana

Eigentlich erwartet man von mir wahrscheinlich, dass ich alles, was ich irgendwie auf Stoff bringen möchte, mit der Stickmaschine erledige.

Dabei hat BERNINA doch so tolle Nähfüßchen, um problemlos mit der Hand zu applizieren. Deshalb ist meine neue Sommertischdecke auch komplett ohne Stickmaschine gefertigt.

Zunächst habe ich aus verschiedenen rot-gemusterten Baumwollstoffen viele Erdbeeren ausgeschnitten, aus grüngemusterten Stoffen die Blätter. Alles auf Vliesofix gebügelt und auf einen schönen alten weißen Baumwollstoff (aus Omas Kiste mit den tollen weißen Küchenhandtüchern und-stoffen).

Die Erdbeeren und die Blätter habe ich dann mit einem 30er Baumwoll-Stickgarn, dem offenen Stickfuß und Pariserstich-Nr. 1329 (bei meiner BERNINA 830) umnäht.

Als alle Erdbeeren samt Grün appliziert und umnäht waren, bekam die weiße Decke einen frischen grünen Rand aus karierter Baumwolle.

Ein Rand aus rotem Kreustich unterstreicht den nostalgischen Touch der Decke.

Dann habe ich ein Tischdeckenvlies aufgebügelt (für die Stabilität der Decke später auf dem Tisch) und einen Rückseitenstoff mit einem Sprühzeitkleber befestigt, den Stoff habe ich großzügig ausgeschnitten und einen überstehenden Rand von etwa 2 cm gelassen.

Nun kommt der Nähschneider #80 zum Einsatz. Mit ihm habe ich alle 3 Stofflagen gleichzeitig mit einem Zickzackstich versäubert und sauber abgeschnitten.

Zum Schluss fasse ich mit dem Bandeinfasser 87 (der Bandeinfasser 88 ist übrigens diesen Monat das BERNINA-Zubehör des Monats) die Ränder der Decke sauber in Rot ein.

Und jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob ich meine neue Sommertischdecke in unser Esszimmer auf den Tisch lege…

…oder ob sie besser auf der Terrasse aufgehoben ist:

Oder ich wechsele täglich :-)

Jetzt müssen nur noch die Erdbeeren an unseren Erdbeerpflanzen reif werden, im Moment sind sie noch sehr klein und sehr grün…

Viele liebe Grüße

Eure Tatjana

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